Einweihung Johanniter

Johanniter schaffen sich ihr neues ,,Paradies'' 
 
Rettungswache: Weil es in der Nähe zur Blomberger Altstadt viel zu eng für die 43 Mitarbeiter und die Rettungswagen geworden ist, zieht die Johanniter Unfall-Hhilfe ins Gewerbegebiet „Am Diestelbach". Dort steht deutlich mehr Raum zur Verfügung:
 

Blomberg (bri). Wohl kaum hat sich jemand so gerne aus dem Paradies vertreiben lassen wie die Johanniter-Unfall-Hil­fe in Blomberg. Von den viel zu eng gewordenen Räumlich­keiten in der Straße Paradies nahe der Altstadt ging es nun raus ins Gewerbegebiet „Am Diestelbach". Nach einjähriger Bauzeit fand am Samstag die feierliche Einweihung der Ret­tungswache samt Verwal­tungsgebäude und Fahrzeug­halle für Einsatzdienste und Katastrophenschutz statt. 
,,Ein großes Projekt hat sei­nen krönenden Abschluss ge­funden und das Fundament dafür geschaffen, dass die Johanniter in Lippe weiter wach­sen können", freuen sich Mat­thias Schröder und Jürgen von Olberg, die Vorstände des Jo­hanniter-Regionalverbandes Lippe-Höxter über die Voll­endung des Fünf-Millionen­-Euro-Projektes. 
 

Trotz des vielen Regens und temporärer Probleme mit der Telekommunikation während der Bauphase hätten die betei­ligten Firmen und Handwer­ker tolle Arbeit geleistet, um den Zeitrahmen einzuhalten. Die insgesamt 46 Mitarbeiter haben inzwischen alle Büros bezogen. Besonders stolz sind die Johanniter auf ein fest ein­gebautes Notstrom-Aggregat.  „Bei einem großflächigen Stromausfall sind sowohl die Rettungswache als auch unse­re Katastrophenschutz-Ein­heit mit Energie versorgt und somit uneingeschränkt ein­satzfähig", erklärte Matthias Schröder. Der Kreis hat die neue Rettungswache zunächst für 25 Jahre gemietet. Mit 900 Quadratmetern ist das Gebäu­de rund 700 Quadratmeter grö­ßer als das alte Domizil. ,,Auf­grund der steigenden Einsatz­zahlen des Rettungsdienstes musste die Wache sowohl mit mehr Personal aber auch mit einem zusätzlichen Rettungs­wagen aufgestockt werden", sagt Landrat Dr. Axel Lehmann. Es sei der Stadt wichtig gewesen, den Sitz des Johanni­ter-Regionalverbandes Lippe­-Höxter in der Nelkenstadt zu halten, betonte Blombergs Bürgermeister Klaus Geise. Darum hatte sie ein Grund­stück von rund 17.000 Qua­dratmetern an die Johanniter veräußert. ,,Die Ausweitung unserer Aufgaben in den Be­reichen Rettungsdienst, Kin­dertagesstätten, Offene Ganz­tagsschulen, Kassenärztlicher Notfalldienst oder Hausnotruf haben das Projekt Neubau ins Rollen gebracht", schilderte Jürgen von Olberg. Realisiert wurde das Bauvorhaben durch die ,,Kögel + Nunne Bau GmbH". 
 
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